Bereits seit längerem verwende ich Adobe Lightroom 3 um meine Fotos zu bearbeiten. In Lightroom kann man jedoch viel mehr, als einfach die Fotos zu bearbeiten. Es stellt sehr viele Möglichkeiten zur Verfügung, um sein gesamten Fotoarchiv in einer Bibliothek zu verwalten, dies Fotos zu bewerten, mit Stichwörtern zu versehen, die Fotos einfach wieder zu finden und unzählige weitere Features. Alle diese Features habe ich lange nicht verwendet, ich habe die Fotos bearbeitet, auf mein NAS verschoben und aus der Lightroom Bibliothek gelöscht. Es gab mehrere Gründe dafür:
- Ich wollte die Fotos nicht nur lokal haben. Zum einen wollte ich ein sauberes Backup meiner Fotos und zum anderen wollte ich von überall auf meine Fotos Zugriff haben (also auch von der Arbeit aus, zum Beispiel).
- Die Fotos direkt auf dem NAS einzubinden war viel zu langsam, da alles immer über das Netzwerk gemacht werden musste.
- Ich sah nicht wirklich einen Vorteil in der ganzen Sache
Als ich letztens beim Adventskalender von Unic einen Amazon Gutschein gewonnen habe, habe ich mir unter anderem das Buch Mein Lightroom Alltag von Patrick Ludolph gekauft. Den Blog von Patrick Ludolph aka neunzehn72 verfolge ich schon lange, weshalb ich mir nun auch einmal sein Buch gekauft habe. Dies hat der Grund, dass ich die vielen Funktionen in Lightroom kaum kenne. Bereits nach dem ersten Kapitel war klar, dass ich unbedingt eine eigene saubere Lightroom Bibliothek brauche. Also stellte ich für mich noch einmal die Anforderungen zusammen:
- Es muss performant sein
- Ein sauberes Backup muss vorhanden sein
- Ich muss von überall Zugriff auf die Fotos haben
- Exportierte Fotos müssen als JPG vorhanden sein
Nach etwa dem dritten Anlauf habe ich es endlich geschafft und habe nun eine gute Grundlage für mein Fotoarchiv. Der Prozess zur Bildbearbeitung und Archivierung sieht nun wie folgt aus:
- Import der Fotos auf die lokale Harddisk. Dabei unterteile ich als erstes nach dem Jahr und dann nach der jeweiligen Fotosession (habe also eine zweistufige Ordnerhierarchie).
- Anschliessend bearbeite ich die Fotos und exportiere die richtig Guten als JPG. Ich behalte jedoch nicht nur die exportierten, sondern auch die anderen guten Fotos. Man weiss nie wann man diese noch einmal verwenden kann
Die schlechten Fotos lösche ich.
- Die exportierten Fotos kopiere ich auf mein NAS. Die Fotos lege ich nach Thema ab und achte dabei auf eine “humane” Struktur, so dass auch meine Freundin auf dem NAS sofort die gewünschten Bilder findet und betrachten kann.
- Die Raw-Fotos in Lightroom inkl. den Bearbeitungen verschiebe ich anschliessend auf das NAS (erst wenn ich fertig mit bearbeiten bin). Hier habe ich auf dem NAS einen Ordner Lightroom, da drunter habe ich die analoge Ordnerstruktur wie in Lightroom selbst.
Die Struktur in Lightroom sieht etwa wie folgt aus:
Somit habe ich alle meine Anforderungen abgedeckt: Da ich die Fotos erst nach dem Bearbeiten auf das NAS verschiebe, verliere ich kaum an Performance. Das Anschauen der Bilder läuft relativ flüssig. Da die exportierten Fotos auf dem NAS als JPG vorliegen, habe ich auch von überall Zugriff auf die Fotos. Die exportierten Fotos haben nicht zwingend eine Verbindung zu den Lightroom Fotos, man findet die Fotos auch ohne dass man meine Lightroom Hierarchie auswendig kennt
Und last but not least, die gesamten Fotos (sowohl die Raw-Fotos als auch die JPG’s) werden sauber gesichert, wie bereits in meiner Backupstrategie geschrieben.
Aktuell bin ich noch dabei, alle vorhandenen Fotos sauber zu importieren, mit Stichworten zu versehen und in die neue Struktur einzugliedern. Bereits jetzt bin ich jedoch sehr zufrieden damit. Danke Paddy
Sein Buch ist übrigens sehr zu empfehlen. Es ist sehr verständlich und in einer witzigen Art geschrieben. Auf einfachste Weise werden alle wichtigen Lightroom Funktionen genau erklärt. Hier noch einmal der Link auf Amazon. Viel Spass.